25. Mai 2014

Mitarbeitermotivation fördern - was Sie als Vorgesetzte wirklich tun können - und es kostet sogar kaum was.

Arbeitsmotivation 2014 heißt eine neue und repräsentative Studie für Deutschland. Sie bestätigt das schon bekannte Faktum:
Versteht sich jemand gut mit dem Vorgesetzten und den Kollegen, so ist seine Arbeitsmotivation höher.

Gleichzeitig nennt sie eindeutige Maßnahmen, wie man die Motivation stärken kann. Das Interessante dabei: Es sind alles Dinge, die nicht viel Arbeit machen und wenig kosten. Garantiert weniger als Unternehmensberatungen!

18. Mai 2014

Woran Sie erkennen, dass Sie den falschen Chef haben

Stellvertreter
Stellvertreter (Photo credit: Wikipedia)
Langsam aber sicher spricht sich herum, was so manche Untersuchung zum Thema Führungskompetenz in Deutschland niederschrieb: Führungskräfte sind nicht immer das Gelbe vom Ei!

Menschen bewerben sich, weil Firmen und Marken anziehend wirken. Das heißt, Menschen kommen zu Firmen, aber sie verlassen Führungskräfte.
Viele Chefs hätten nie einer werden dürfen. Wären sie Mitarbeiter, so wäre ihre Leistung zu defizitär, als dass man im Unternehmen nicht über Trennung nachdenken würde.
Es folgen eine ausgewählte Charakteristika von Chefs, bei denen Sie besser den Job wechseln sollten.

Der "Ich-weiß-es-besser-Vorgesetzte"

Für manche Chefs ist der Fachbereich, in den sie gekommen sind, neu. Trotzdem haben sie bereits fertige Vorstellungen, wie die Sache laufen soll. Die Erfahrung der Mitarbeiter stört eher, bestenfalls hört man noch zu, aber hat keine Motivation, deren Erfahrungen gelten zu lassen, und schreibt dann vor, wie genau was zu tun ist.
Doch auch mit der Arbeit vertraute Vorgesetzte entwickeln eine Sympathie für das Mikromanagement. Sie verwechseln damit die Valuation der geleisteten Ergebnisse mit dem Abbau von Entscheidungsspielraum und Kreativität.

Der "Breitarsch"

"Beamtenmentalität" sagte man früher verächtlich dazu. Es sind Leute, die ihren Status auf ihren unantastbaren Sessel genießen. In ihrer Sichtweise haben sie es sowohl geschafft als auch verdient, dort zu sein, wo sie sind. Sich selber ehrlich zu reflektieren, vielleicht sogar in Frage stellen, sich weiter zu entwickeln ... wozu? Wenn man das bräuchte, dann säße man doch nicht auf diesem Sessel?

Wasserprediger und Weintrinker

Mäßigung verkünden, sich selber aber einen guten Schluck aus der Pulle genehmigen - selten führt etwas anderes zu mehr Verlust an Reputation als so etwas. Bei fast bei jedem zweiten der 100 gängigsten Berufen ist das Realeinkommen seit Jahren gesunken. Nur nicht bei deutschen  Konzernmanagern. Wenn man Mitarbeiter wirklich Wert schätzen würde, dann müsste sich das in einer auf Geldfluss basierenden Wirtschaft auch (nicht nur, aber immer auch) in klingender Münze zeigen.

Die schlechte Kinderstube

Manche sind sich nicht zu schade, ihre Mitarbeiter mit Kraftausdrücken und Beleidigungen zu betiteln. "Der Betriebsrat, der Abschaum der Menschheit!", so betitelte ihr Chef sie, wenn er sie auf dem Gang traf, erzählte mir einmal eine Klientin.
Es geht mir hier keineswegs darum, dass Betriebsrat und Chef sich leiden müssen. Es geht auch nicht um einen rauhen Tonfall, der in Wirklichkeit ja gar nicht persönlich gemeint sei. Es geht mir um eine Kultur des gepflegten Umgangs im Unternehmen. Zwischen Chef, Betriebsrat und Mitarbeitern haben solche Ausdrücke nichts verloren, egal wie sie gemeint sind. Eine gute Erziehung und ein wenig kommunikative Kultur haben noch nie jemanden geschadet.

Die strukturelle Inkompetenz

Man sagt, in Deutschland wird man sehr oft befördert, nicht, weil man für den Posten gut geeignet sei, sondern weil man sich in einem anderen Job bewährt hat.
Leider sagt aber der Erfolg in einer bestimmten Position noch nicht viel über die Eignung für eine andere Tätigkeit aus. Zumal man als Vorgesetzter immer mit Dingen konfrontiert ist, mit denen man sich als Mitarbeiter nie herumschlagen musste.
Nach dem Peter-Prinzip steigt jeder Mensch bis zur Stufe seiner offensichtlichen Inkompetenz auf. So gibt es also auch Leute, die einmal zu viel befördert wurden oder auch zu schnell in die höhere Position kamen.

Eines ist auf jeden Fall ehernes Gesetz: Wenn man einmal in der höheren Position ist, wird man nicht wieder herunter geholt. Schon die alten Römer wussten, dass man die Leute eher wegbefördert als dass die Beförderung rückgängig gemacht wird.

Die "Ich-muss-mich-nicht-ändern-ich-bin-doch-nicht-blöd"-Haltung

Hier ein Ergebnis einer Studie von Insolvenzverwaltern:
In mehr als der Hälfte der Fälle waren Fehlentscheidungen von Gesellschaftern oder der Geschäftsführung Schuld an der Insolvenz. Das operative Geschäft war nur bei rund einem Drittel der Unternehmen bereits eingebrochen. Knapp die Hälfte der Firmen verfügte beispielsweise noch über hohe Auftragsbestände.
Aber die Beharrungstendenzen in der Führungsetage sind groß, selbst wenn die Hütte bereits brennt. Dabei ändern sich heute Konzepte schneller als bakterielle Mutationen. Mit Sichtweisen aus den 80ern oder 90ern kann man heutzutage keine Menschen führen. Eine Untersuchung nennt als Hauptursache für Pleiten: Managementfehler.

Worauf es tatsächlich ankommt!

Dass es solche Menschen, wie die eben Genannten gibt, ist eindeutig. Dass es andere gibt, ebenfalls. Aber beides ist banal und in Wirklichkeit nicht entscheidend. Die einzig wichtige Frage aber ist:

Schafft sich die Firma solche Führungskräfte, wie die Genannten vom Hals, oder füttert und protegiert sie solche?

Nur diese Frage zählt! An der Antwort können Sie ablesen, ob Sie nicht nur den falschen Chef haben, sondern auch, ob man in der Firma insgesamt etwas von Führung versteht oder nicht. Wenn nicht, ist es auf Dauer gesünder, sich bei Zeiten nach etwas Neuem umzusehen.
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11. Mai 2014

Vesakh Fest: schöne Frauen, Achtsamkeit, die Kritik an der Therapie und nochmals schöne Frauen

Vesakh Fest -

- das bedeutet in meiner Stadt nicht nur, dass man wunderschöne Frauen (keine Ironie, das ist hier wirklich so) treffen, hervorragendes Essen genießen, tolle traditionelle asiatische Tänze erleben exotischer Musik lauschen darf -

Vesakh ist die Feier von Buddhas Eintritt in den Strom und damit das Vorbild aller Beendigung von Leid. Die Vorträge waren brechend voll. Und ich war eingeladen.

Und post scriptum: Ich weiß, solche Fotos können ungehörig wirken, aber die Kleidung mit diesen Mustern und den halbtransparenten Stoffen schrie förmlich nach einem Foto. Diese tibetischen, vietnamesischen und auch thailändischen Damen wurden mehr fotografiert als Fernsehchauspielerinnen auf dem roten Teppich.

4. Mai 2014

7 Fehler von Frauen bei der Partnerwahl

Manche Frauen scheinen ständig an die falschen Männer zu geraten. Ihre Beziehungsbiographie liest sich, wie eine mehrmalige Wiederholung der Redewendung “vom Regen in die Traufe”.
Nun hat es auch mit Glück zu tun, jemanden zu finden, mit dem man eine gute Partnerschaft leben kann. Jedoch ist der Grund für einen häufigen “Griff daneben” ein anderer. Nein, ich spreche jetzt nicht von tief verborgenen Mustern im Unterbewusstsein.

Bei der Partnerwahl gibt es weit verbreitete Fehler, denen viele aufsitzen. Hier sind die am weit verbreitetsten sieben Stück:

27. April 2014

Sex nach Geburt der Kinder - ab wann und wie ist es normal?


Eine Studie gibt Einblicke in das Sexualverhalten von Paaren nach Geburt eines Kindes.

Wissenschaftler von der Harvard-Universität wollen herausgefunden haben, dass Babys nachts deswegen scheien, um die Aufmerksamkeit der Eltern ganz auf sich zu lenken. Damit wollen sie verhindern, dass ihre Eltern Zeit haben, weitere Babys zu zeugen, die ihnen dann den Platz streitig machen könnten. So jedenfalls der Leiter Professor David Haig.

"Na, so klein und schon so durchtrieben", könnte man da sagen. :-)
Aber es führt zu einer interessanten Frage: Ab wann und wie findet zwischen den neugebackenen Eltern nach einer Geburt wieder Sex statt?

13. April 2014

Warum Deutsche psychisch immer kränker werden

Dass psychischen Störungen in Deutschland rasant zunehmen und sich an die zweite Stelle der Gründe für Krankschreibungen gesetzt haben, hat sich langsam herumggesprochen. Auch ich habe darüber schon geschrieben (siehe am Ende des posts).

Pikant ist die Sache, weil das ganze Soziale in Deutschand zu einem überwiegenden Teil auf einer Verhaltensmaxime beruht: Wenn es einen Missstand gibt, dann braucht es jemand, der klare Regeln aufstellt, an die sich alle zu halten haben.
Die andere Maxime, nach der jeder erst einmal selber verantwortlich ist, ist weniger ausgeprägt - ließen mich viele Beobachter von außerhalb wissen. Psychologisch ist das problematisch.

Regeln sollen alles richten:

  • Da haben Leute zu wenig Lohn - es muss gesetzlich etwas geändert werden (1)
  • Da passiert eine Ungerechtigkeit - es braucht eine neue Regel, damit das nicht mehr vorkommt (2)
  • Das Einkommen ist ungleich verteilt - es soll eine Gehaltsobergrenze festgelegt werden (3)
  • Kinder hauen über die Strenge - Kinder brauchen Regeln und Konsequenzen (4)
Man kann natürlich immer sagen, dass man als nicht Betroffener leicht reden kann. Genauso aber kann man einwenden, dass Menschen immer selber etwas ändern und sich trotz Nachteile engagieren, wenn der Schmerz groß genug ist.
  • Sie könnten sich ja in Vereinigungen engagieren, um höheren Lohn für die eigene Branche durchzudrücken. Sie könnten auch selber besser verhandeln.
  • Sie könnten auch sich dafür einsetzen, dass mehr Menschen mehr verdienen können, anstatt per Regel anderen etwas wegzunehmen. Der Aufschrei ist groß, wenn ein paar Prozent das meiste Vermögen besitzen. Aber niemand der Schreienden setzt sich dafür ein, dass der andere Großteil ebenfalls vermögensmäßig aufsteigen kann.
  • Man könnte auch mehr Zivilcourage als Vorbild für eine Gesellschaft fördern. Allein, ich kenne keine Vertreter von den Hilfsorganisationen bis hin zu Mitarbeitervertretungen, die das tun.
Aber all das sind natürlich keine Argumente, sondern kindisches Ping-Pong-Spiel.

Früher war es in einer Beziehung gesünder

Psychologisch ist inzwischen wissenschaftlich eindeutig: Fremdbestimmung ist langfristig belastender als ihr Gegenteil. Früher war das physische Leben wesentlich mehr bedroht als heute, aber halten Sie sich fest: Eine Maxime, die da lautet "Friss oder stirb" ist insgesamt weniger belastend als die psychische Dauerbelastung, die unsere heutige Lebensweise uns zumutet.

Wenn ihnen jemand eine tödliche Dosis Arsen verabreicht, dann ist das eine große Belastung - die in ein paar Minuten vorbei sein wird. Wenn Ihnen aber jemand jeden Tag nur eine kleine Dosis verabreicht, und das über einen langen, langen Zeitraum, so dass Sie langsam dahin siechen, so ist die Belastung in Ihrem Leben wesentlich größer. Das ist bildlich gesprochen der Unterschied von damals zu heute.

Die Paradoxie von heute

Wir sollen autonom, selbstbestimmt und eigenverantwortlich handeln, sonst sind wir keine richtigen Menschen. Gleichzeitig werden die Restriktionen aber immer mehr. Das Scheitern am Anspruch ist vorprogrammiert. Bei '"Friss oder Stirb" habe ich immerhin noch eine 50:50 Chance.

Es sind weniger die großen wuchtigen Schläge, die uns zu schaffen machen, sondern die schleichende Unterwanderung unserer Gesundheit. Die Mentalität, reflexartig nach jemand Drittem zu rufen, der Regeln aufstellen soll, nach denen dann alle sich zu richten haben, wirkt dabei als Verstärkung. Es heißt, wieder auf Fremdbestimmung zu setzen. Zudem riecht das alles sehr noch nach dem alten Erziehungsmodell "Befehl und Strafe". Als hätte wir seit dem preußischen Militärstaat nicht viel über Erziehung gelernt.

Gehorsam ist keine Tugend

Ein solches Modell erwartet und fördert Gehorsam. Es geht ihm nicht um einen erwachsenen ethischen Wert wie Selbstdisziplin, sondern um Disziplinierung. Das hat aber nichts mit der Fähigkeit zu tun, ein eigenständiges Leben zu führen oder es anzustreben.

Gehorsame Menschen sind kein Gewinn für eine Gesellschaft, Disziplinierte selbstverständlich genau so wenig. Gehorsame und unter Disziplinierung Stehende kennzeichnen weniger gesellschaftliches Selbstbewusstsein, vielmehr stehen sie für die Mentalität einer Viehherde, die den Treibern gehorcht.

Die menschliche Natur aber ist kein Vieh und wer eine Gesellschaft nach dem Herdenprinzip von Rindviechern als Maxime nimmt, ist mental bereits im Kriminalitätsbereich.

Gehorsam und Disziplinierung hat nur ein Ergebnis: Eine kranke Gesellschaft mit kranken Menschen.


(1) ich bin nicht gegen einen Mindestlohn, nur gegen das Geschrei nach jemand anderen, der für einem das richten soll, weil man selber ja so gar nichts tun kann
(2) ich bin gegen Ungerechtigkeit, ich bin aber auch gegen einen Bürger, der den Staat als Ersatz für den persönlichen Einsatz ansieht
(3) ich kann nichts anfangen mit der Meinung, dass ab einer gewissen Grenze, Reichtum unanständig wird, da mir niemand klar begründen kann, wo die Grenze zwischen Anstand und Unanständigkeit, ausgedrückt in einer Summe auf dem Gehaltsscheck, verläuft. Wäre es nicht besser, davor zu sorgen, dass die, die weniger haben, ebenfalls unanständig viel verdienen können?
(4) früher hieß das Befehl und Strafe. Die heutigen Regeln und Konsequenzen sollen den selben Zweck erfüllen, was die Strafe soll: "Räum dein Zimmer auf!" "Nein!" - "Du hast heute abend Fernsehverbot". Das, was da Regeln und Konsequenz ist, ist in Wirklichkeit nur Befehl und Strafe, es klingt nur netter.


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5. April 2014

Warum Menschen es gut meinen, jedoch anderen so viele Dinge antun

Warum Menschen es gut meinen, jedoch anderen so viele Dinge antun ... der Grund ist erschreckend simpel. Das ist eine der Erfahrungen in meiner therapeutischen Tätigkeit. Er ist so simpel, dass ihn anscheinend nur die Wenigsten akzeptieren wollen. Und deshalb wird es immer so weiter gehen. Es sei denn ...

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