22. Februar 2014

Hoffnung - wie religiöse Konzepte furchtbare Wirkungen nach sich ziehen

Eine Fünfjährige hat sich erhängt. Sie tat es, weil sie ihren verstorbenen Vater wiedersehen wollte.
Dieser Fall zeigt, was religiöse Konzepte in ihrer Naivität anrichten können. Es beschäftigt mich wahrscheinlich auch deshalb länger, weil ich auf Erfahrung zurückgreifen kann.

15. Februar 2014

Von sozialen Menschen, denen Hilflose egal sind

helpless_01_090625
helpless_01_090625 (Photo credit: Snutschi)
Eine alte Frau im Pflegeheim sitzt auf der Toilette. Zwei Minuten später knallt auf den Boden: Zum Glück nichts gebrochen, aber blaue Flecken, eine Beule am Kopf, vom Sturz ziemlich benommen und mit Schmerzen. So wird sie der Pfleger später finden.
Dass sie Gleichgewichtsstörungen hat, hatte sie vorher angekündigt. Interessiert hat das niemand so richtig. 

Was schockierend ist: Die Beschäftigten sind im Nachhinein der Meinung, da soll man gar nicht eingreifen!

14. Februar 2014

Zum Valentinstag: Über die Liebe

Chrome steel letters on a rusty steel plate.
Chrome steel letters on a rusty steel plate. (Photo credit: Wikipedia)
Valentinstag - ok, dieser Feiertag ist eine Erfindung des Einzelhandels.
Trotzdem ist er eine nette Idee, wie ich finde.

Als Paartherapeut arbeite ich schließlich auch ein wenig für die Liebe.
Hier ein paar kleine Gedanken für diejenigen, die heute jemand haben und vor allem auch für alle, die heute alleine sind und die niemand anruft.

2. Februar 2014

Tod, Zen, Hypnotherapie und warum ich gerade nicht das schreibe, was ich wollte

Gudo Wafu Nishijima
Gudo Wafu Nishijima (Photo credit: Wikipedia)
Leben ist das, was passiert, während du Pläne machst, sagte John Lennon. Manchmal ist es aber der Tod, der passiert. So bei mir jedenfalls.
Eigentlich wollte ich kurz erwähnen, wie Google mich genervt hat, weil es mich als Hacker identifizierte, was dazu aus Sicht des systematisches Denken zu sagen sei und was das mit Buddhismus zu tun hat (gerade war ich in einem buddhistischen Land), und zu guter Letzt wollte ich noch (m)ein Buch erwähnen. Doch dann starb Gudo Wafu Nishijima.

Ich war auf einer siebenstündigen Busfahrt, als Gudo Wafu Nishijima starb. Während er Abschied von der Welt nahm, nahm ich Abschied von dem Ort, der für mich ein paar Jahre eine Art Heimat war. Während er vermutlich seine Augen schloss, öffnete ich die meinen, um mir die Bilder der Landschaft, Straßen und Menschen, die ich vielleicht nicht wiedersehen werde, einzuprägen.
Was passiert eigentlich alles gleichzeitig, während jeder sich selbst und seine Erfahrungen für den Mittelpunkt hält. Es macht mich nachdenklich.

19. Dezember 2013

Menschen sind großartig

whos_awsome
whos_awsome (Photo credit: Alan Yoo)
Als jemand, der mit Menschen arbeitet, und zwar mit sehr persönlichen, auch intimen Themen, bekomme ich Einblick in das, was einzelne bewegt. Ich habe in diesem Jahr Leiden miterlebt, jedoch auch die Widerstandfähigkeit der Leute.
Manchen verlangt das Leben einfach Dinge ab, die niemand will. Andererseits habe ich erlebt, wie Menschen wieder Boden unter ihren Füßen gewinnen und Nutzen ziehen aus dem, was ich anbieten kann. Das sind gute Momente, denn Menschen können über sich hinauswachsen. Solchen tollen Menschen ist dieser post gewidmet. Diesmal gibt es mehr Film als Text.

15. Dezember 2013

Der systemische Ansatz und welchen Vorteil Sie dadurch haben

Akteur-beobachter-ansatz
Akteur-Beobachter-Ansatz (Photo credit: Wikipedia)

Der systemische Ansatz zeichnet sich dadurch aus, dass man sich nicht auf einen Problemträger konzentriert, sondern ein ganzes System in den Blick nimmt.
Der Einzelne wird nur soweit betrachtet, wie er als Element auf das System wirkt und wie er dessen Wirkungsfeld selber ausgesetzt ist.
So berücksichtigt die systemische Beratung und Therapie, dass die Problematik, die sich am Individuum zeigt, nicht dessen eigene sein muss.

Als Folge wird niemand irgendwie als krank, blöd oder psychisch gestört angesehen. Es zeigt sich statt dessen ...

8. Dezember 2013

Arbeit essen Beziehung auf

Anerkennung
Anerkennung (Photo credit: ipernity.com/doc/d-f [hat Suckr verlassen])
Wie Männer und Frauen sich lieben, eine Partnerschaft führen, zusammenbleiben oder nicht, wird vor allem von einem gesteuert: dem Job.

Jede berufliche Veränderung hat in einer Gesellschaft, die überwiegend auf die Kleinfamilie setzt, existentielle Auswirkungen auf eben diese.
Muss der Partner wegen der Arbeit umziehen, was ist mit dem Anderen? Wochenendbeziehung und Pendeln, hohe zusätzliche Fahrtkosten und malträtierte Körper durch stundenlange Anfahrtszeiten inklusive?

Oder mitziehen und sich nach einer neuen Stelle umschauen, eventuell beruflich zurückstecken?  Ohne Frage: Ein Job ist in dieser Gesellschaftsform ein Risiko für unsere Beziehung.

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