15. April 2016

Wie krank ist Deutschland?

Wie krank ist Deutschland? Dieser Frage stellte sich das Robert Koch-Institut zusammen mit dem Bundesministerium für Gesundheit. Als Antwort entstand der Bericht „Gesundheit in Deutschland“. Hier erfahren Sie, woran Sie im Alter wahrscheinlich erkranken oder weswegen Sie den Löffel abgeben.


Todesursache Nummer 1 ist Herzinfarkt und Schlaganfall.

Fast 40 Prozent sterben wegen einem von beiden.
Positiv: Es gibt weniger Neuerkrankungen. Die Therapien sind besser und die Leute nutzen die Vorsorgeuntersuchungen mehr.


Krebs breitet sich aus

Immer mehr erkranken an Krebs. Einfach auch deshalb, weil die Deutschen immer älter werden. Doch gleichzeitig gibt es grosse Behandlungsfortschritte. Deshalb gehen die Sterblichkeitsraten für die meisten Krebsarten zurück. Besonders dann, wenn die Früherkennung zeitig erfolgt ist.


Diabetes ist auf dem Vormarsch

Diabetes mellitus betrifft 7,2 Prozent der Erwachsenen. Mit steigender Tendenz. Einerseits ebenfalls, weil die Menschen älter werden, allerdings auch deswegen, weil die Deutschen zu viel Übergewicht haben. Übergewicht und besonders Adipositas sind hohe Risikofaktoren für Diabetes. Allerdings hat man gute Erfolgschancen bei den Nebenwirkungen der Krankheit. Erblindungen oder Amputationen sind auf dem Rückzug.


Muskel- und Skeletterkrankungen

Unter den chronischen Erkrankungen sind Schädigungen des Bewegungsapparates die häufigsten: Arthrose, Osteoporose, rheumatoide Arthritis, Rückenschmerzen … führen zu den  meisten Fehlzeiten am Arbeitsplatz und sie sind Ursache Nummer 2 für die Frühverrentung.


Infektionskrankheiten gehen zurück

Nur noch die Lungenentzündung ist unter den zehn häufigsten Todesursachen zu finden. Der Rest ist ziemlich eingedämmt. Mit einer Ausnahmen: Krankenhauskeime. Die sind brutal.





Psychische Störungen weiterhin auf hohen Level

Die üblichen Verdächtigen wie Angststörung oder Depression sind in den letzten Jahren gleichgeblieben. Das bedeutet aber auch, dass psychische Erkrankungen die Ursache Nummer Eins für Frühverrentungen sind. Auch dass eine Zunahme in der Statistik sehr rasant erfolgte, ist nicht wegzureden. Die Experten sehen dafür drei Hauptursachen:
Erstens, das Stigma, das früher einer psychischen Erkrankung anhing, hat inzwischen an Kraft eingebüßt, zweitens, die Diagnostik ist genauer geworden, drittens: Veränderungen der Arbeitswelt.


Zähne ohne Karies

Immer weniger Erwachsene und Kinder  bekommen Karies. Dafür aber nehmen Erkrankungen des Zahnhalteapparates, Parodontalerkrankungen, zu. Wer sich davor schützen will, dem steht ein Weg offen, mit der grössten Ursache aufzuhören: Rauchen.


Noch einmal: Risiko Übergewicht

Schon bei Diabetes haben wir gehört: Übergewicht und insbesondere starkes Übergewicht (Adipositas) sind krankheitsfördernd. Jetzt nahm wahrend der letzten Jahre nicht das Übergewicht zu, wohl aber die Adipositas. Besonders bei Kindern, Jugendlichen und jungen Männern ist sie verbreitet. Adipös sind inzwischen ein Viertel der Erwachsenen und sechs Prozent der Kinder und Jugendlichen.

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