19. August 2012

Die Phasen der Veränderung

Karl May beschreibt in seinem Buch "Winnetous Erben" (ich glaube mich zu erinnern), dass dem fiktiven ich-Erzähler seine Frau dem Hinweis gegeben hat, dass Rauchen seiner Gesundheit schadet. Worauf der Erzähler die Zigarette weglegte und antwortete: "Schatz, das war die letzte." Seitdem hat er nie wieder geraucht.

Ok, das war Karl May. Die Realität ist anders. Denn jeder hat es schon einmal erfahren: Veränderungen können mühsam sein. Andere dagegen gehen einem leicht von der Hand. Veränderungen, vor allem wenn sie dauerhaft sein sollen ... 



... brauchen ihre Zeit. Man sagt, 66 Tage dauert es im Schnitt, bis unser Gehirn eine Gewohnheit durch eine andere ersetzt. 

Bis dahin heißt es also: üben, üben, üben. Das gefällt vielen nicht. Sie hätten lieber eine Methode, die sozusagen auf Knopfdruck die Dinge umpolt. Eine Sitzung, eine Methode und gut ist´s für immer. So ganz ohne Anstrengung. Ehrlich gesagt, ich hätte diese Methode auch gerne. Wahrscheinlich hätten das alle Therapeuten / Coaches gerne. Aber leider ... ich hab sie nicht ... und ich glaube auch, so eine Methode gibt es genau so wenig, wie das Einhorn oder wie die Meerjungfrau oder wie die eierlegende Wollmilchsau. 

Wir sind organische Wesen und jede Veränderung läuft deshalb nicht auf Knopfdruck, sondern in Entwicklungsprozessen. Auch therapeutische Veränderungen oder Entwicklungsschritte im coaching sind dem unterworfen. 

Im Internet kursiert ein kleiner Text, der diesen Entwicklungsprozess metaphorisch beschreibt. Der Autor ist unklar, manchmal wird er Sogyal Rinpoche zugeschrieben, dann auch Portia Nelson ...

Hier einfach zur kleinen Erinnerung eben dieser kleine Text:
Ich gehe die Straße entlang
Da ist ein tiefes Loch im Gehsteig
Ich falle hinein
Ich bin verloren.....Ich bin ohne Hoffnung
Es dauert endlos, wieder rauszukommen
 

Ich gehe dieselbe Straße entlang
Da ist ein tiefes Loch im Gehsteig
Ich tue so, als sähe ich es nicht
Ich falle hinein
Ich kann nicht glauben, schon wieder am gleichen Ort zu sein
Aber es ist nicht meine Schuld
Immer dauert es sehr lange herauszukommen
 

Ich gehe dieselbe Straße entlang
Da ist ein tiefes Loch im Gehsteig
Ich sehe es
Ich falle immer noch hinein.......aus Gewohnheit
Meine Augen sind offen
Ich weiß wo ich bin
Es ist meine eigene Schuld
Ich komme sofort heraus
 

Ich gehe dieselbe Straße entlang
Da ist ein tiefes Loch im Gehsteig
Ich gehe darum herum
 
Ich gehe eine andere Straße!

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