11. September 2016

Sinn in der Arbeit? Teil 1: Der Leistungsbooster!

Macht meine Arbeit Sinn? Und wenn ja, welchen? Was in den Marketing- und PR-Abteilungen längst der Fall ist, eine Antwort auf die Frage, welchen Sinn das Unternehmen und seine Dienstleistung und Produkte für die Geselslchaft hat, zu finden, wird im konkreten Arbeitsalltag noch unterschätzt. Dabei ist die Psychologie schon weiter.



Der mit Tinte schreibt, ist nicht mit dem zu vergleichen, der mit Herzblut schreibt, sagte der Schriftsteller Khalil Gibran, dessen Bücher weltweite Beachtung fanden. Auch Coaches, Motivationstrainer aller Art und sonstige Berater am Arbeitsmarkt betonen, dass es wichtig ist, das zu tun, was einem liegt und für das man morgens gerne aus dem Bett springt.
Und hat nicht schon Konfuzius gesagt:


"Tue was du liebst und du musst nie wieder arbeiten?"



Längst ist in der Psychologie Sinn als relevanter Faktor für Unternehmen und Berufstätigen anerkannt.

Angefangen hat es mit dem Meilenstein "...und trotzdem ja zum Leben sagen", das Buch von Victor Frankl. Unter dem Eindruck und den Erfahrungen in den Nazi-Konzentrationslagern kommt Frankl zum Ergebnis:
Es ist auch im KZ möglich, im Leben einen Sinn zu sehen, ein Leben nach den eigenen Werten zu leben und - genügend Kraft zum Überleben und Leben danach zu bekommen.

Eine aktuelle Studie von Michele Gazica und Paul Spector an der Universität von South Florida weist nach: Wer seinen Beruf als Berufung enpfindet, ist glücklicher als diejenigen, die das nicht tun. Das gilt zumindest für Menschen zwischen 27 und 82 jährigen Fakultätsmitgliedern von 36 US-Hochschulen, freie Dozenten, als auch Lehrstuhlprofessoren.

Bei den Angestellten sieht´s anders aus.

Seit Jahren sagt der Gallup Engagement Index: 68 Prozent machen Dienst nach Vorschrift, beinahe 20 Prozent haben innerlich gekündigt. Soweit die Ergebnisse.

Letzteres weist auf eine dringende Frage hin: Wenn Mitarbeiter Dienst nach Vorschrift machen, dann gehört das Thema auf den Schreibtisch der Führungskraft. Denn da ist Sand im Getriebe.



Das Gute an der Studie ist, es lassen sich daraus Schlüsse ziehen, was eine Führungskraft tun kann, damit es wieder rund läuft. Und was sie sich gleich von vorn herein abschminken kann.

Mit anderen Worten: Die Studie bietet echt Orientierung - nicht in den banalen Bereich, dass sie eine to-do-Liste aus den Ergebnisse ableitet, sondern in der Form, dass sie Aufschluss darüber gibt, was die wichtigsten Ziele für interne Führung bei diesem Thema sind.

Quellen:
  • hier und hier über die Studie
  • hier einige weitere Veröffentlichungen von Michele Gazica und hier von Paul E. Spector

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